Dienstag, 23. Juni 2009

You have changed the world for me, ... thank you!

Montag, 22. Juni 2009

Through our own eyes

I am in no way disappointed or regretful when I choose this one to put here, but I like some content that is expressed within this animated short movie.


More - Mark Osborne

Samstag, 20. Juni 2009

Wüst

der zahme Regen
endlich ist er (Raum),
und nah

nun blicke ich
und in der flirren Luft
sind sphärisch klar
die Linien auch der Blätter da

in Urwald, hundertfaltig
die Gestalt des Blattes,
flügelnd, schlingend,
all die Formen

Unendlich wuchert, wüst,
die Möglichkeit, nun
über sich zu wachsen
Und wuchtig zweigt's
die Achsel jedes Stammes
umschlingt und beugt,
umtanzt und zeugt
von nun auch kaum mehr klaren
Raumesachsen

Das Zeugen, schöpfen,
einer Lebenslust
im Dschungel reinen Sandes

Ein Weg hinaus, hinein,
das Selige,
ich fand es.

Ich bin nicht mehr, Ich bin

Ich bin nicht mehr
wer ich eben noch
zu sein dachte

Schon bin ich verflogen
wie gelogen
war das fade Bild
von eben noch

Mein Gegen-Über
das im Liebesjoch
über mich wachte

Würde, das was war, bewahren,
ebenso, die Fäden los gen Himmel lassen
wo, zahmhölzern, eine liebe Puppe,
eben kroch, blickauf, aus ihrem Erdenloch

Crash Test Dummies - Mmm mmm mmm mmm

Dienstag, 16. Juni 2009

Meditation im Kurs


Was uns kaum bewußt wird

Als das seelische Zeitstatusgebilde eines Jugendlichen, vereinnahmt, aber auch erfüllt von den geistig-möglichen Zuständen zwischen equivalent-religiöser Entrückung und innig-erfülltem Gebet durfte ich manche inneren Sphären bereisen, die mir heute oder später verschlossen geblieben wären. Das Vertrauen in das Phantastische, vielleicht gelegentlich sehr verwandt mit der Erfahrung des selten Entdeckten (aber doch Wahren), es war mir damals noch gar selbstverständlicher. Es ist aber eine andere Frage, was wir heute über eine solche Selbstverständlichkeit denken, oder, für was wir uns statt ihrer entschließen.

Die Meditation machte es mir als Jugendlicher möglich, mich in jenen geistigen Gebieten aufzuhalten, die der Philosophie die Erfüllung und dem Intellekt die Erfahrung voraus hatten, die kindliche Qualitäten von niezuverlierender Frische und Neugier in ein Gebiet brachten, für das man mit zunehmendem Alter gelegentlich umso kritischer überdacht oder angesehen wurde.

Die "Entrückung" ist ein Verlassen der Welt "wie andere sie kennen", ein Aufenthalt in jenen geistig-gedanklichen Zonen, die "Höheres" verkörpern, wo dessen weitläufige Wahrnehmung noch schwer in sozial-erfahrungsmäßige "weltliche" Worte zu kleiden ist. Kurz: Viele mögen recht darin haben, daß das Diesseits leidet, wenn einer nur im Stillen Kämmerlein meditiert. Sicher war ich und bin ich in vielerlei Weise noch jemand, für den diese Feststellung gilt. Wieder ist es eine andere Frage, für wen das "Jenseits im Diesseits" (der in der Meditation wahrgenommene bzw. später zunehmend beibehaltene Bewußtseinszustand jenseits der Meditation) an Erfahrung und an regelmäßigen, man möchte sagen, an regulärem zwischenmenschlichen Austausch teilnimmt.

Ein plötzlicher Gedanke kam mir: Daß der Zustand, den man sich im Sog der materiellen Schwere üblicher Intellekte nur durch "allzusehre" Entrückung entziehen kann - eine Mitte kennt, welche auch die bisherige Empfindung dieser materiellen Schwere in ein neues, in das eigentliche Licht rückt. Dieses eigentliche Licht nun ist eigentlich der Aha-Effekt.

Nun darf ich fühlen, wie es sich anfühlt, wenn die Ebenen zu denen man sich gleich einer geistigen Kur - einer Reise in das fast anstrengungslos Wahre - hinbegibt, mit jener in die "politische Mitte" rückenden materiellen Schwere Kontakt aufnimmt, sich austauscht, daß letztendlich beide in dem Maße voneinander lernen, das beiden zu ihrer besten Gesundheit, ihrem höchsten Potential, seinem gesunden Widerstand, seiner Ausschöpfung, seinem Sinn, seiner Arbeit, seinem Lebensgenuß verhilft.

Davon hätte ich vorhere noch mehr eher "reden" - "mich entrücken" können ...

Wir begegnen also, vielleicht, mit dem Wunsch zu tiefer Meditation eigentlich der Möglichkeit, diesen innerlich so erreichten Ort erst im Überallgegenwärtigen "Anderswo" wiederzufinden, wiederzuentdecken, wieder zu schaffen.

Es ist sehr angenehm, nun in der "Welt", voll natürlicher Schwere, keinen Widerstand mehr zu fühlen, sondern eine Ebene geistiger Heimat, ein Land in dem es auch Boden gibt.

Sonntag, 14. Juni 2009

Prekapitulationen - Manuelle Therapie der HWS


Anatomische Vergegenwärtigungen

Die Halswirbelsäule (HWS) ist der beweglichste Wirbelsäulenanteil überhaupt. Die Seitenansicht (Sagittalebene) zeigt gewöhnlich eine Einwärtsschwingung (Lordose).

Die Gelenkflächen der Facettengelenke (Zygapophysialgelenke) stehen in der Sagittalebene 45° zur Horizontalen geneigt, hier gleiten die beiden oberen Gelenkflächen des unteren Wirbels und die beiden unteren Gelenkflächen des oberen Wirbels aufeinander bzw. gegeneinander. Die einzelnen Halswirbel (Cervikalwirbel, C1 bis C7) zeigen zum Teil unterschiedliche Beweglichkeit, gerade die oberen beiden, C1 (Atlas) und C2 (Axis), müssen für sich betrachtet werden. Die Bezeichnung C0 (lies: "C null") bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Gelenkkondylen des Schädels am Hinterhaupt (Okziput), der auf dem Atlas ruht. Die Vorstellung, daß Atlas das Himmelsgewölbe tragen muß, hat etwas von Demut, wenn zugleich auch etwas Anmaßendes. Aber ich finde, daß uns dies auch den Respekt zeigt, den wir vor der Halswirbelsäule als Behandler haben müssen.

Die erste Bandscheibe befindet sich im Segment C2 (also zwischen den Wirbeln C2 und C3). Die Segmente C0 und C1 haben keine Bandscheiben.
Wir können einteilen in eine obere, mittlere und untere Halswirbelsäule. Maitland gibt den einzelnen Bereichen einprägsame Regionsbezeichnungen:
  • C0(C1) bis (C2)C3 - obere HWS ("Kopf auf Nacken")
  • (C2) C3 bis C5 - mittlere HWS ("Nacken auf Nacken")
  • C5 bis C7 - untere HWS ("Nacken auf Rumpf")
Er trifft hier eine weitere begriffliche Unterscheidung zwischen der oberen HWS (C0-C3) und der hochzervikalen HWS, wobei er letztere so nennt, wenn er nur die Segmente C0-C2 meint.

Funktionelle Bewegungen?
Gekoppelte und Nichtgekoppelte Bewegungen helfen uns, die Halswirbelsäule besser (passiv bzw. segmental) zu bewegen. Die Bewegungen Rotation, Lateralflexion und entweder Beugung oder Streckung sind dabei auf bestimmte Weise miteinander gekoppelt. Ändert man eine Komponente der auf diese Weise physiologisch miteinander zusammenhängenden Bewegungen (üblicherweise die Richtung der Rotationskomponente), erhält man eine Nichtgekoppelte Bewegung (frühere Bezeichung: "Kombinierte Bewegung"). Eingehend beschäftigt sich mit diesen Zusammenhängen die Biomechanik, speziell die Arthrokinematik. Die Bewegungen die unseren natürlichen Bewegungen im Alltag ähnlicher sind, sind die gekoppelten Bewegungen, sie zeigen ein weiches und flüssiges Bewegungsende. Gekoppelte Bewegungen eignen sich zur Gelenkverriegelung, zur therapeutischen Fixation von einer oder mehreren Bewegungskomponenten und haben ein härteres Endgefühl. Lovett und v.a. Fryette sind die Gentlemen, die den Begriff der Bewegungskopplung der Wirbelsäule geprägt haben; die von ihnen beschriebenen Bewegungen gelten aber als teilweise widerlegt bzw. nur eingeschränkt anwendbar. In den MET-Techniken der Osteopathie spielen sie aber doch eine große Rolle.

Gekoppelte und Nichtgekoppelte Bewegungen der HWS

Im Unterschied zur BWS und LWS gilt das (gekoppelte/nichtgekoppelte) Bewegungsverhalten der HWS als unabhängig von Flexion und Extension.
  • Rotation und Lateralflexion in die gleiche Richtung sind gekoppelt
  • Rotation und Lateralflexion in die Gegenrichtung sind nichtgekoppelt

Typische Symptomatiken der HWS
  • Übertragungsschmerz in den Kopfbereich - ausgelöst in der oberen HWS (aber auch durch TrP's in den Mm. trapezius, semispinalis capitis, splenius cervicis, sternocleidomastoideus etc.)
  • Facettensyndrom - vor allem typisch für die mittlere HWS
  • Durch die Bandscheibe ausgelöste Beschwerden - eher typisch in der unteren HWS, bedingt durch die Änderung der Beweglichkeit im CTÜ (cervico-thorakaler Übergang)
Sicherheitsteste der HWS
  • Vaskulärer Test (A. vertebralis)
  • Stabilitätstests
  • Neurologische Tests
Quellen / siehe auch:
Maitland 2005
Kaltenborn 2004
Travell 1999
Liem 2000

In Erinnerung an den Tagesspiegel vom 13.Juni 2009

http://www.tagesspiegel.de/medien/fotostrecken/cme16391,187488.html?SORT=PRIO

Freitag, 12. Juni 2009

Kinderfrage

"Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird."
Definition der “International Association of the Study of Pain (IASP)” von Merksey und Bogduk 1994 (1996)

Pain is an unpleasant sensory and emotional experience associated with actual or potential tissue damage, or described in terms of such damage.
Was sagen uns die beiden Deutschen Wissenschaftler Georg-Peter Ostermeyer und Frank Schiefer dazu noch Spannendes, in ihrem Paper "On Pain Detection in Multibody Systems"?
As a short remark about this fact: In this definition pain is not only defined as a pure sensory perception but rather as an experience.


Biologie-Online.eu über den Charakter von Schmerzen.

Gibt es eigentlich sowas ähnliches wie "Seelengewebe"?
Soul tissue...

Donnerstag, 11. Juni 2009

Rembrandt - The Return of the Lost Son

rembrandt1

Der Trost in Dir


Zu verstehen
- nicht zu verstehen -
ist auch nur; eine Masche.

Du verstehst,
ihn zu mimen:
den Tröster;
den Ratgeber;
den Verständnisvollen.

Sind das
die Ärmsten -
die manchem anderen gar helfen,
nicht wissend, warum?

Wer versteht
wer gibt Rat
wer tröstet
den Verständnisvollen?

Seltsame Erleichterung

Nun muß ich nicht
Deinem Kind den Mund abwischen
wenn es am Tisch sitzt
und grinst
weil es mich mag
und das nicht zugeben kann

Nun muß ich nicht
mir Gedanken machen
wie ich zu Euch gehöre
zu Euch und wieder Euch
die ich nicht jeden Tag sehe
an die ich nicht jeden Tag denken muß

Nun muß ich nicht
Diesen Weg verfolgen
der unserer war
ganz, ganz kurz
bevor ich mein Gesicht zeigte

Oder

Was davon übrig blieb
in Dir

Nun muß ich nicht
mehr hoffen, daß Du mich siehst
oder das noch etwas wird, zwischen uns,
etwas anderes als das
was uns bleibt

Nun darf ich Dich einreihen, besser
Was von Dir bleibt, in mir,
in die Ahnentafel meiner stillen Hoffnungen
der einst gewesenen

Und vielleicht warst Du doch die erste
bei der ich sprach

Und vielleicht ist die nächste eine
die niemals stirbt

Du wärest gern


Gern wärst Du
gehört worden

Nicht zu gut verstanden
Nicht gleich sofort verstanden

Doch gehört
Nicht angehört
Nicht peinlich beobachtet

Nur gehört

Gern wärest Du
ohne den schnellen Atemzug
Gerade noch
zu Wort zu kommen

Gern hättest Du
auch selbst gehört
vielleicht
wärest Du nur
gehört worden

Etwas bremst den schnelleren Fluß
in Dir
und plötzlich kannst Du
nicht mehr schneller sprechen
als jemand hätte hören können


Und was sagen wir
wenn "die Anderen"
nichts zu sagen haben
und ihr Sprechen
stets weniger das unsere
zu wenig reich
uns schien

Was sagen wir
wenn wir nun
uns gegenüber bleiben
wo wir die wen'gen Reichen
"die Anderen"
so arm

Wir sitzen uns gegenüber
und schweigen uns an
voller Erleichterung

Mittwoch, 10. Juni 2009

Freie Zeitarbeit

Das Leben
das der Wind in den Ästen ist
die alles anschauen
während ich
sie
anschaue

Dieses Leben
es kümmert sich nicht
um den klingelnden Wecker
die Zeit, ins Bett zu gehen

Es kümmert sich nicht
um den Besuch der Eltern
die Geburt eines Kindes
den Urlaub
und den Feierabend

Auch kennt es nicht
die Arbeit
oder, die Erholung

Sicher hat es einen eigenen Rhythmus
Aber Ruhe
und Arbeit
sind
dem Wind in den Ästen
dasselbe Lebensspiel


Welch gewaltiger Ernst
legte sich über die Gemüter
als sie auf einem Fuße
zu stehen begannen
ohne müde werden zu sollen

Welch gewaltiger Ernst

Und welch gewaltiger Irrtum
legt sich auch über mich

wenn ich meine
mich zum Ausgleich
amüsieren zu müssen

Als könnte man
auf einem halben halben Bein
besser noch stehen


Niemals müde bin ich
Seht, ich wehre mich

Leg ab, leg nieder


Schaffensmüde bin ich,
ruhe

noch den letzten Funken schaffen
zu erruhen

Kein zweiter
Kein dritter
Gedanke

Das Spüren der Kraft nur am Rande
die mich fühlt und füllt
zur Gänze

Ein Sehen
Blicken in die Welt, die meine Augen traf
ohne daß diese Berührung
was anderes
als Ruhe brächte

Herzversteh

Da wir den Andern brauchten
die Leere im Andern
zu verstehen
Brauchten wir uns

Nun, da wir
Uns
verstehen
Lassen wir uns frei

Wo die Liebe hinfällt,
Herz,
versteh

The day

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